Nachhaltiges Bauen: DGNB und GLS Bank kooperieren

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Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführender Vorstand DGNB e.V., links, und Dr.-Ing. Matthias Morgenstern, Leiter Nachhaltige Immobilien, GLS ImmoWert GmbH. Foto © DGNB e.V.
Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführender Vorstand DGNB e.V., links, und Dr.-Ing. Matthias Morgenstern, Leiter Nachhaltige Immobilien, GLS ImmoWert GmbH. Foto © DGNB e.V.

„nWert“, das Nachhaltigkeitsbewertungstool der GLS Gemeinschaftsbank eG für Immobilien, wurde von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) als Nachhaltigkeitsrating anerkannt. Gleichzeitig erkennt die GLS Bank das DGNB Zertifikat als Nachweis bei der Vergabe der Finanzierung an. Das gaben Dr. Christine Lemaitre von der DGNB und Dr. Matthias Morgenstern, GLS ImmoWert, anlässlich der Expo Real 2021 in München bekannt.

„Die Anerkennung von nWert durch die DGNB ist eine schöne Bestätigung unseres Wegs, Nachhaltigkeit wirklich umfassend zu denken und dafür ein robustes, aber eben auch valides Bewertungssystem zu entwickeln“, sagt Dr.-Ing. Matthias Morgenstern von der GLS ImmoWert GmbH. Der nWert eines Gebäudes bildet die Nachhaltigkeit auf einem hohen Aggregationsniveau ab und trägt zur Entscheidung einer Finanzierung bei. Genauso vermittelt er den Kund*innen der Bank eine objektivierte Bewertung des Gebäudes auf einen Blick. Sie erhalten einen Bericht zum nWert mit einer Darstellung der Stärken und der Potenziale des Gebäudes und haben damit einen Fahrplan, um sogar noch bessere Nachhaltigkeit zu erzielen. Insgesamt auditierten die Fachkolleginnen und Kollegen der Bank bereits über 800 Projekte.

„Als größte sozial-ökologische Bank in Deutschland haben wir den Anspruch, Immobilien nicht nur monetär zu bewerten. Wir wollen auch wissen, welche gesellschaftliche und ökologische Wirkung von den Immobilien ausgeht, die wir beleihen“ sagt Jan Köpper, Leiter der Wirkungstransparenz bei der GLS Bank. Darum hat die GLS Bank das Tool „nWert“ entwickelt. Damit lässt sich ein transparentes, mess- und vergleichbares Nachhaltigkeitsrating speziell für Immobilien und den Kreditprozess errechnen.

Mehr Einheitlichkeit in der Bewertung

„Mit der Anerkennung ihres Nachhaltigkeitsratings durch die DGNB schlägt die GLS Bank eine wichtige Brücke hin zu einer größeren Einheitlichkeit in der Bewertung von nachhaltigen Bauvorhaben als Grundlage für deren Finanzierung“, sagt Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführender Vorstand der DGNB. „Mit fast 8000 ausgezeichneten Gebäude- und Quartiersprojekten hat sich die DGNB-Zertifizierung in Deutschland und darüber hinaus in den letzten Jahren als zentraler Nachhaltigkeitsstandard im Baubereich etabliert. Die Anerkennung des Nachhaltigkeitsratings der GLS Bank ist hier ein wertvoller Baustein, der letztlich den Kunden zu Gute kommt.“

Die Anerkennung ist wechselseitig angelegt. Wenn ein Kunde oder eine Kundin mit einem DGNB Zertifikat und einem Finanzierungswunsch an die GLS Bank herantritt, ist dieses Zertifikat für die GLS Bank gleichermaßen ein Beleg für die nachhaltigen Eigenschaften des Gebäudes.

Seit etwa vier Jahren wird in der GLS Bank für Immobilien, neben dem Marktwert und dem Beleihungswert, auch der nWert ermittelt. Durch Unterlagenauswertung, einem Interview mit objektkundigen Personen und einem Ortstermin wird das Maß der Übereinstimmung des Gebäudes mit einem nachhaltigen Leitbild ermittelt. Rund 50 Indikatoren werden erhoben und in einen Score von 0 bis 100 % umgerechnet.

Online-Fachworkshop: Perspektive der Investoren

Passend zum Thema setzt sich das Klimaforum Bau am 29. November 2021 in einem dreistündigen Online-Fachworkshop mit der Perspektive der Investoren auf das nachhaltige Planen und Bauen auseinander. Gemeinsam mit Hermann Horster, Head of Sustainability bei BNP Paribas Real Estate Consult GmbH und DGNB Vizepräsident sowie André Meyer, Leiter des Kompetenzcenters Nachhaltige Immobilien bei der GLS Gemeinschaftsbank eG, betrachten wir Anforderungen und Maßstäbe für zukünftige Projekte und diskutieren Auswirkungen auf die Beteiligten des Bausektors. Die Teilnahme ist kostenfrei, hier geht’s zur Anmeldung.

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