Mit Airless-Verfahren abgedichtet – 3 Wochen Bauzeit gespart

Flickr: Marcu loachim / Lizenz: Public Domain Mark 1.0
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Ein neues Airless-Verfahren spart gegenüber der herkömmlichen, manuell aufgetragenen Bitumenabdichtung Zeit und somit Kosten im Bauablauf. Da die Bauzeit in den meisten Projekten ein kritischer Faktor ist, hat eine Optimierung in dieser Zeitdimension einen riesigen Vorteil zur Folge. Gerade bei Baustellen, welche zu bestimmten Terminen eröffnen müssen, um beispielsweise den Weihnachtsumsatz nicht zu gefährden oder eine frühere Nutzungsaufnahme zu ermöglichen, kann die so verkürzte Bauzeit den Ausschlag geben.

Die erste Anwendung des Verfahrens fand beim Bau der Boris Becker International Tennis Academy in Hochheim bei Frankfurt statt. Dabei konnte die ausführende Firma bereits beim ersten Versuch einen Bauzeitrekord aufstellen. Statt der üblichen etwas mehr als 3 Wochen Bauzeit für die manuelle Abdichtung von 1.500 m² Kellerfläche konnte das gleiche Ergebnis hier bereits nach 3 Tagen präsentiert werden. Gerade bei Abhängigkeiten innerhalb des Bauablaufes führt das zu erheblichen Kürzungen.

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Airless-Spritzverfahren in Kombination mit mineralischer Bauwerksabdichtung beim Projekt “Boris Becker International Tennis Academy”

Die Verarbeitungstechnik selbst ist vergleichbar mit dem einer Putzmaschine, an zentraler Stelle wird die Abdichtungsmischung in die Maschine gegeben, welche das Material über einen Hochdruckschlauch bis zu 30 m weit befördert und dort einen schnellen Auftrag gewährleistet. Dabei bindet das mineralische Abdichtungsmaterial innerhalb von 16 Stunden soweit ab, dass eine Druckwasserbeständigkeit hergestellt ist. Die Verarbeitung erfolgt dabei von zwei Personen. Eine Person spritzt die Wände und die zweite ist für das Nachfüllen des Materials zuständig.

Im Sinne der Nachhaltigkeit kann somit die Gesamtbauzeit verkürzt und Lärmbelastungen reduziert, sowie Einsparpotential im Sinne der Lebenszykluskosten genutzt werden. Alle bekannten Nachhaltigkeitszertifizierungssysteme wie DGNB, NaWoh und BNB legen neben dem Fokus auf ökologische und soziale Aspekte auch starken Wert auf die ökonomische Nachhaltigkeit.

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