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SUMMARY:Spotlight: Das Bausystem 3G+
DESCRIPTION:\nNeubau der AWO-Kita Oelsnitz mit dem Bausystem 3G+, Baujahr 2006/2007, Architekturpreis 2010 des Passivhausinstituts; Foto © LOKAL.PLAN GmbH & Co.KG\n\n\n\nBereits seit Anfang der 90er Jahre arbeitete das Ingenieurbüro Naumann & Stahr mit Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und wichtigen Industriepartnern an einer Weiterentwicklung des Passivhausstandards. Inzwischen stecken über 20 Jahre Erfahrung im vollwertig entwickelten “Bausystem 3G+”. Der Heizenergiebedarf liegt unterhalb des Passivhauswerts von 15 kWh/m2 im Jahr, in der Herstellung der Baustoffe wird signifikant weniger Energie benötigt und im Holz eine beachtliche Menge klimaschädliches CO₂ gebunden. Das System ist für bis zu sieben Geschosse einsetz- und ohne Patente frei verwendbar. Im Klimaforum Bau Spotlight stellt Andreas Naumann das Bausystem 3G+ vor, zeigt Projektbeispiele und beantwortet Fragen.\n\n\n\nMehrgeschossiger Holzbau und Brandschutz\n\n\n\nDer Name 3G+ bedeutet, dass aufgrund der statischen Eigenschaften mehr als drei Geschosse möglich sind. Zwar limitieren rechtliche Vorgaben, dass ab Gebäudeklasse 5 tragende Bauteile nicht in brennbaren Materialien ausgeführt werden dürfen. Für das Bausystem wurden aber bereits diverse Prüfungen durchgeführt, sodass für Decken und Wände allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnisse vorliegen, die Ausnahmegenehmigungen durch Brandschutzprüfer erleichtern. Inzwischen wurde sogar ein abgestimmtes Hauskonzept entwickelt, in dem Architektur, Statik und Haustechnik optimal zusammenwirken: das HolzWertHaus.\n\n\n\nGebaute Projektbeispiele\n\n\n\nAnhand verschiedenartiger, realisierter und geplanter Projekte wird Andreas Naumann zeigen, was mit dem Bausystem möglich ist. Vom Einfamilienhaus über Reihen-Wohnhäuser für neun Familien mit 936 m² Wohnfläche und eine KiTa mit 1094 m² bis hin zur schwimmenden Kirche „Vineta“ auf dem Störmtaler See oder der Sanierung eines denkmalgeschützten Gründerzeithauses in Leipzig ist das Bausystem vielfältig einsetzbar. \n\n\n\nReferent Andreas Naumann\n\n\n\n\nDer Geschäftsführer des Ingenieurbüros A. Naumann u. H. Stahr ist ausgebildeter Zimmermann und studierter Tiefbauingenieur. Er war unter anderem Verantwortlicher für die Gesamterschließung des Wohnkomplexes Leipzig Grünau WK 5/1, HAN Komplexbereichsleiter und Verantwortlicher für die Erschließungsplanung im Wohnkomplex Berlin-Hellersdorf, Baugebiet Leipzig.\n\n\n\n\n\n\n\n\nMeilensteine\n\n\n\n1986 Bau einer ersten Solaranlage in der DDR1990-1991 Teilnahme an der Weiterbildungsmaßnahme für die Umwelttechnologien am Hochbau / Bauökologie Institut für Architektur- und Planungstheorie, Fachbereich Architektur der Universität Hannover und dem Energie- und Umweltzentrum am Deister e.V.1991 Gründung des Ingenieurbüros A. Naumann u. H. Stahr mit folgendem Firmenprofil: Projektierung von Solaranlagen Sanierung von zum Teil denkmalgeschützten Häusern zu Niedrigenergiehäusern Entwicklung und Erstellung einer Holzkonstruktion für Passivhäuser (Mitarbeit am Passivhausinstitut Darmstadt) Bauvorlageberechtigung1997 Planung und Bau des ersten Passivhauses nach Bausystem Naumann und Stahr in Leipzig2005 Vortrag der Ergebnisse der Entwicklung von Naumann und Stahr „Energetische Altbausanierung“ vor Bauministerien der EU-Länder in Luxemburg im Ramen der EU Ratspräsidentschaft von Luxemburg\n\n\n\nSeit 2011 ist Andreas Naumann verantwortlich für den Bereich Forschung & Entwicklung in der Lokal.Plan GmbH & Co KG und dort u.a. für die Weiterentwicklung des Holzbausystems 3G+. In diesem Rahmen war er auch am Forschungsprojekt Passivhausschule in Halle beteiligt. Zudem erstellte er diverse Energiegutachten für Öffentliche- und Industriegebäude, zum Beispiel für das „Kaufhaus Schocken“ in Chemnitz 2005.\n\n\n\nÜber das Klimaforum Bau Spotlight\n\n\n\nMit dem “Spotlight” (deutsch: Rampenlicht) startet das Innovations- und Kommunikationsnetzwerk Klimaforum Bau eine Veranstaltungsreihe, in der innovative und wegweisende Projekte, Start-ups, Forschungen und Konzepte rund um das klimagerechte Planen und Bauen vorgestellt werden. In einem kompakten Online-Format von rund 60 Minuten stellen Experten ihres Metiers ihre Arbeit vor und beantworten anschließend Fragen der Zuschauer.\n
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